• Das Beste für mein Kind

    Für unser Kind würden wir Eltern alles tun. Wir haben große Pläne und Vorsätze. Alle wollen das Beste für ihr Kind, jedoch stellt sich nach nur kurzer Zeit die Frage, was ist das Beste für mein Kind? 

    Bei dieser Frage überkommt einem sehr schnell das Gefühl, gar nichts zu wissen. Nichts richtig zu machen und all den guten Vorsätzen und Plänen den Rücken kehren zu müssen, weil sie in der Praxis so gut wie nicht umsetzbar sind bzw wir merken, dass unser Kind bei unseren Ideen nicht immer mitspielt.

    Was ist denn jetzt nun das Beste für mein Kind,

    wird sich der oder die Leser/in nun fragen. Im Prinzip ganz einfach: Man nehme eine Riesenportion Vertrauen und Lernbereitschaft, mixe es mit Geduld und Empathie, würze es mit Konsequenz und wenn nötig liebevoller Autorität, jedoch immer mit Gelassenheit verfeinern. Hört auf die Bedürfnisse euer Kinder, Beziehung ist wichtiger als eine 1 in Mathe und lasst die Persönlichkeit eurer Kinder frei entfalten. Akzeptiert die Eigenheit eurer Kinder, so wie sie sind, jedoch lernt ihnen, wie sie mit Emotionen umgehen können, ohne andere zu verletzen. Schult eure Kinder in sozialere Kompetenz, mehr als alle andere, denn diese ist, die in Zukunft mehr als Fachwissen zählen wird! Vor allem aber entwickelt euch ständig mit eurem Kind weiter, bleibt nicht stehen. Es geht so schnell und die ersten 12 Jahre der Kindheit sind um. Da läuft die Erziehung übrigens aus und entwickelt sich immer mehr zu Beziehung, welche stets gepflegt werden will.

  • Kein Körperkontakt ?!

    Körperliche Zuwendungen wie Kuscheln, Streicheln, umarmen, ist für eine gesunde Entwicklung eines Kindes essenziell. Ganz egal wie alt unser Sprössling ist, alle brauchen sie. Die einen mehr, die anderen weniger, aber sie brauchen sie. Körperkontakt ist die psychische Nahrung der Seele. Und da sich die der Kinder meist noch im Wachstum befindet, brauchen sie diesen Körperkontakt umso mehr.

    Jetzt hören/ lesen wir andauernd,

    dass wir den Körperkontakt zu unseren Mitmenschen reduzieren sollen, aufpassen müssen, damit wir uns nicht anstecken. Dies ist ja im Bezug auf Bekannte und Verwandte eine zeitlang auszuhalten und sinnvoll. Jedoch habe ich keinerlei Verständnis, wenn wir dies auch bei unseren Kindern ausleben. Ich bin mir sicher, dass das Lieb haben, welches die Kinder auch spüren wollen, ein Booster für das Immunsystem ist und dass wir gerade in so herausfordernden Zeiten ganz, ganz viele Umarmungen nötiger denn je haben. Ich nehme in Kauf, dass ich Abstand zu vielen lieben Menschen halten muss, ich nehme in Kauf, dass ich meinen Beruf nur eingeschränkt ausüben darf, jedoch nicht, dass ich Abstand zu meinen Kindern halten muss. Das schaffe ich aus emotionalen Gründen nicht, denn ich weiß wie wichtig diese täglichen Umarmungen sind! Also gleich mal eure Liebsten zu Hause drücken, knuddeln, kitzeln, Spaß haben, denn dass darf und muss sogar sein, in Zeiten wie diesen.

  • Digital natives

    Vor kurzem sah ich den Film „The Social Dilemma“ und war wieder einmal schockiert, was digitale Medien mit unserem Verstand machen können. Es fiel auch ein Satz, der mich noch länger beschäftigen sollte. Ich ( Beginn der Generation Y) gehören zur letzten Generation, die sich noch an ein Leben ohne digitale Medien erinnern können und wir sind dafür verantwortlich, dass wir dieses Gefühl auch unseren Kindern weiter zu vermitteln. Ein Gefühl von Freiheit, Unabhängigkeit und eines Flow Zustand, welcher sich als ganz einer (analogen) Sache widmen versteht, etwas was uns in den Bann zieht.

    In Zeiten in den der Erstkontakt zur digitalen Welt bei den Kinder mit ca. 1 Jahr liegt, finde ich diese Sichtweise umso wichtiger! Führen wir bitte die digitale Welt, in die Welt unserer Kinder sehr behutsam ein. Lassen wir sie vorher noch ganz viel andere Erfahrungen machen (motorisch sowie kreativ) Das Bedürfnis nach digitalen Medien gibt es nicht! Es ist ein Ersatzbedürfnis. Das wahre Bedürfnis nennt sich: Ich will dazu gehören. Und hier ist so wichtig, dass die Kinder diese Zugehörigkeit auch anderes erfahren, nicht nur digital.

    Führen wir die digitale Welt unserer Kinder strukturiert ein,

    dh. in ganz geringen Dosen. Kinder unter 3, so sagen Medienexperten, sollen sie digitale Welt gar nicht nutzen. Ab 3 genügt eine ½ Stunde am Tag. Ab der Volksschule ist 1 Std am Tag vollkommen ausreichend. Und auch in der MS oder Unterstufen Gym muss es noch Vereinbarungen geben, um eine gesunde Entwicklung unserer Kinder zu gewährleisten. Sehr spannend fand ich, auch ein Interview von einem YouTube Star. Er sagte, falls er selbst einmal Kinder hätte, würde er ihnen so spät wie möglich einen Zugang zur digitalen Welt ermöglichen, da er weiß, neben alle den Vorteilen, wie viel Schaden der übertriebene Konsum anrichten kann!