• Kein Körperkontakt ?!

    Körperliche Zuwendungen wie Kuscheln, Streicheln, umarmen, ist für eine gesunde Entwicklung eines Kindes essenziell. Ganz egal wie alt unser Sprössling ist, alle brauchen sie. Die einen mehr, die anderen weniger, aber sie brauchen sie. Körperkontakt ist die psychische Nahrung der Seele. Und da sich die der Kinder meist noch im Wachstum befindet, brauchen sie diesen Körperkontakt umso mehr.

    Jetzt hören/ lesen wir andauernd,

    dass wir den Körperkontakt zu unseren Mitmenschen reduzieren sollen, aufpassen müssen, damit wir uns nicht anstecken. Dies ist ja im Bezug auf Bekannte und Verwandte eine zeitlang auszuhalten und sinnvoll. Jedoch habe ich keinerlei Verständnis, wenn wir dies auch bei unseren Kindern ausleben. Ich bin mir sicher, dass das Lieb haben, welches die Kinder auch spüren wollen, ein Booster für das Immunsystem ist und dass wir gerade in so herausfordernden Zeiten ganz, ganz viele Umarmungen nötiger denn je haben. Ich nehme in Kauf, dass ich Abstand zu vielen lieben Menschen halten muss, ich nehme in Kauf, dass ich meinen Beruf nur eingeschränkt ausüben darf, jedoch nicht, dass ich Abstand zu meinen Kindern halten muss. Das schaffe ich aus emotionalen Gründen nicht, denn ich weiß wie wichtig diese täglichen Umarmungen sind! Also gleich mal eure Liebsten zu Hause drücken, knuddeln, kitzeln, Spaß haben, denn dass darf und muss sogar sein, in Zeiten wie diesen.

  • Digital natives

    Vor kurzem sah ich den Film „The Social Dilemma“ und war wieder einmal schockiert, was digitale Medien mit unserem Verstand machen können. Es fiel auch ein Satz, der mich noch länger beschäftigen sollte. Ich ( Beginn der Generation Y) gehören zur letzten Generation, die sich noch an ein Leben ohne digitale Medien erinnern können und wir sind dafür verantwortlich, dass wir dieses Gefühl auch unseren Kindern weiter zu vermitteln. Ein Gefühl von Freiheit, Unabhängigkeit und eines Flow Zustand, welcher sich als ganz einer (analogen) Sache widmen versteht, etwas was uns in den Bann zieht.

    In Zeiten in den der Erstkontakt zur digitalen Welt bei den Kinder mit ca. 1 Jahr liegt, finde ich diese Sichtweise umso wichtiger! Führen wir bitte die digitale Welt, in die Welt unserer Kinder sehr behutsam ein. Lassen wir sie vorher noch ganz viel andere Erfahrungen machen (motorisch sowie kreativ) Das Bedürfnis nach digitalen Medien gibt es nicht! Es ist ein Ersatzbedürfnis. Das wahre Bedürfnis nennt sich: Ich will dazu gehören. Und hier ist so wichtig, dass die Kinder diese Zugehörigkeit auch anderes erfahren, nicht nur digital.

    Führen wir die digitale Welt unserer Kinder strukturiert ein,

    dh. in ganz geringen Dosen. Kinder unter 3, so sagen Medienexperten, sollen sie digitale Welt gar nicht nutzen. Ab 3 genügt eine ½ Stunde am Tag. Ab der Volksschule ist 1 Std am Tag vollkommen ausreichend. Und auch in der MS oder Unterstufen Gym muss es noch Vereinbarungen geben, um eine gesunde Entwicklung unserer Kinder zu gewährleisten. Sehr spannend fand ich, auch ein Interview von einem YouTube Star. Er sagte, falls er selbst einmal Kinder hätte, würde er ihnen so spät wie möglich einen Zugang zur digitalen Welt ermöglichen, da er weiß, neben alle den Vorteilen, wie viel Schaden der übertriebene Konsum anrichten kann!

  • Humor ist, wenn man trotzdem lacht

    Wann hast du das letzte Mal so richtig mit deinen Kindern gelacht? Ich hoffe du musst nicht zu lange überlegen. Falls doch, lade ich dich ein, meine Zeilen als Anregung zu nehmen.

    Wieso sind wir mit unseren Kinder oft so ernst?

    Ja, ich weiß, ein Kind groß zu ziehen ist eine riesige Verantwortung, die neben all der Liebe auch irrsinnig anstrengend sein kann! Nichtsdestotrotz darf ich auch einmal unbeschwert sein, mit meinen Kindern blödeln und albern sein. Wer hat uns gesagt, dass wir als Mama oder Papa nicht mehr lachen dürfen? Mir kommt es oft so vor, als sei mit der Geburt eines Kindes ein Stückchen Humor mit rausgekommen und dass danach die Welt um vieles ernster wahrgenommen wird. Ich erlebe auch diese Tage, an denen meine Kinder meine Geduldsgrenze sehr fordern. Ich habe jedoch die Entscheidungsfreiheit, ob ich aus der Haut fahre oder eben trotzdem lachen kann. Humor ist, wenn man trotzdem lacht, auch wenn es manchmal schwer ist, auch wenn Corona uns im Griff hat, der Alltag anstrengend ist und der Tobsuchtsanfall meines Kindes mich zum Verzweifeln bringt. Ich darf auch einmal darüber lachen. Wenn es in solchen Momenten nicht gelingt, vielleicht gelingt es mir am nächsten Tag oder nach einer Woche, Hauptsache ich kann irgendwann einmal, am besten mit meinem Kind gemeinsam, von Herzen darüber lachen. Denn lachen ist ansteckend und ein ganz wichtiger Faktor für die eigene Resilienz und die unserer Kinder.