Allgemein

Erziehungsstile

Erziehung passiert in den meisten Familien oft intuitiv. Dh. Es werden die Kinder so erzogen, wie wir es kennen bzw. es sich richtig anfühlt. Mit Glück kann diese Erziehung eine sehr einfühlsame und reflektierte Angelegenheit sein. Mit weniger Glück eine kontraproduktive. Dabei ist in der Wissenschaft längst ein Erziehungsstil als der hilfreichste anerkannt. Dieser nennt sich der autoritätive/ kommunikative Erziehungsstil. Er besteht aus einem hohen Mass an Zuwendung und Anteilnahme wie zB aktives Zuhören, Empathie und Eingehen auf das Kind. Des weiteren besteht er auch aus Lenkung und Anforderungen, im Sinne von sozialer Kompetenzentwicklung, von Verhalten vorleben und Regeln erläutern sowie auch einhalten. Auch das Bestärken von positivem Verhalten gehört zur Lenkung dazu. Wichtig dabei ist wieder der wertschätzende Umgang.

In der Fachsprache spricht man auch von Monitoring.

Dh. Dass wir als Eltern wissen, was das Kind, bis zu einem gewissen Alter, macht bzw. wir uns dafür interessieren. Dass wir mitbekommen welche Interessen mein Kind hat, welche Freunde hat es und wie es dem Kind emotional geht. Im Gegensatz zur Laissez fair Erziehung wird auch Verantwortung für Themenbereiche wie Zb Medienkonsum, sozialem Verhalten und Essgewohnheiten übernommen. Die autoritative/ kommunikative Erziehungsrichtung lässt aber dem Kind individuellen Freiraum für Wünsche und Befindlichkeiten und bindet das Kind in vielen Entscheidungen mit ein, ganz anderes als im autoritären Erziehungsstil, in welchem rein der Erwachsenen die Vorgaben macht. Es lohnt sich darüber nachzudenken wie man selbst erzogen worden ist, denn im Stresssituationen machen wir es unseren Eltern gerne nach. Und es lohnt sich weiters, zu überlegen welchen Erziehungsstil man seinen Kindern vorlebt und ob es nicht einer Reflexion bzw. Veränderung bedarf.